10 Tipps, wie Sie ein Team auf Erfolg einschwören

Während den letzten 15 Jahren begleitete ich unzählige Teams aus den unterschiedlichsten Branchen. Was zeichnet herausragende Teams aus? Lesen Sie selbst, welche Beobachtungen ich dazu in dieser Zeit machen konnte.


Tipp 1: Eine gemeinsame Vision


An erster Stelle steht die Vision. Sie sagt uns, warum wir jeden Tag zur Arbeit gehen. Sie drückt einen erstrebenswerten Zustand in der Zukunft aus. Eine Vision ist einfach, utopisch und emotional. Ein Projekt braucht eine Vision. Ist die Vision stark genug um sie mit anderen zu teilen? Ist diese Vision nicht jedem Teammitglied klar, dann ist entweder die Vision falsch oder das Mitglied nicht geeignet für das Team.


“Ein Traum, den man alleine träumt, ist nur ein Traum. Ein Traum, den man zusammen träumt, wird Wirklichkeit.” - Yoko Ono


Tipp 2: Die richtige Zusammensetzung an Persönlichkeiten


Ein Team ohne die richtigen Mitglieder funktioniert nicht. Die Mischung der Leute ist jedoch das Entscheidende, denn Diversität ist eindeutig besser für die Gesamtleistung. Das Ziel ist die Eigenschaften eines Teams auf die Anforderungen der Zukunft auszurichten. Wie kann man die richtigen Teammitglieder erkennen und auswählen?


Erfahren Sie hier wie das DISG Persönlichkeitsmodell Sie bei der Zusammenstellung eines erfolgreichen Teams unterstützen kann. DISG ist ein Persönlichkeitsmodell zur Analyse der eigenen Persönlichkeit, sowie der von Arbeits- und Teammitglieder. Die gewonnenen Erkenntnisse werden miteinander verbunden, um die zwischenmenschlichen Beziehungen zu verbessern und die Effizienz auf verschiedenen Ebenen zu steigern.


"Talent gewinnt Spiele, aber Teamwork und Intelligenz gewinnt Meisterschaften.” - Michael Jordan


Tipp 3: Die Führungskraft als Antreiber


Um ein Team zum Erfolg zu bringen, braucht es Führungskräfte, die als Vorbilder vorangehen und das Team als geschlossene Einheit zum Ziel führen. Sie nehmen sich die Zeit, um intensiv am Miteinander zu arbeiten und entwickeln so ein Top-Team das füreinander einsteht. Sie geben den Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich Klarheit darüber zu verschaffen, weshalb die Veränderung sein muss.


Sie zeichnen sich durch ihre hohe Fachkompetenz und Menschenkenntnisse aus. Sie zeigen Vertrauen, indem Sie Verantwortungsbereiche an Ihre Mitarbeitenden übertragen und sie ermutigen mehr Selbstverantwortung zu übernehmen. Sie gehen Konflikte aktiv an und trennen sich von Egomanen zugunsten von Teamplayern. Sie definieren wirksame, transparente und von allen Teammitgliedern akzeptierte Entscheidungsstrukturen.


"Im nächsten Jahrhundert werden Leader diejenigen sein, die andere fördern, fordern und Feedbacks geben." - Bill Gates


Tipp 4: Vertrauen und Beziehungen


Am Anfang von allem steht das Vertrauen, denn Beziehungen basieren auf Vertrauen und nur wer sich selbst vertraut, dem werden andere trauen. Offene taktvolle Kommunikation, wertschätzende Anerkennung untereinander, positive wie negative konstruktive Rückmeldungen sind dabei gefordert. Jeder im Team muss sich sicher fühlen und dabei sagen können, was er denkt, ohne Angst vor Folgen für den Job oder Karriere.Vertrauen ist nicht nur der Schlüssel zu allen Beziehungen, sondern auch der Kitt, der Teams zusammenhält.


"Technik und Technologie ist wichtig. Doch die große Herausforderung in diesem Jahrzehnt ist der Aufbau von Vertrauen." - Tom Peters


Tipp 5: Erwartungen klären


Der Grossteil negativer Energie, die sich zwischen zwei Personen aufbaut, stammt aus unklaren Erwartungen. Werden diese geklärt, hat man den ersten Schritt zur gemeinsamen Verwirklichung von Zielen getan. Erwartungen sind psychologisch gesehen Einstellungen des Menschen, die sich auf mehr oder weniger klare Zielvorstellungen beziehen. Klären Sie die gegenseitigen Erwartungen. Was bedeutet Zusammenarbeit für Sie?

"Wer selbst viel tut und von anderen wenig erwartet, der wird wenig Kummer haben."

- Konfuzius


Tipp 6: Spielregeln geben Sicherheit und motivieren


Spielregeln bieten Identifikationsmöglichkeiten, geben Orientierung, bieten einen klaren Rahmen als Orientierungshilfe für das tägliche Wirken. Die Formulierung von Zielen, Werten und Aufgaben bieten Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich mit Ihnen als Führungskraft zu identifizieren. Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist aber jeder Mitarbeitende verantwortlich. Wer Teamregeln bricht oder missachtet, schadet allen Beteiligten. Wie läuft die Zusammenarbeit ab? Wie ist der Umgang untereinander? Wie ist die Aufgabenverteilung? Wie werden Ideen diskutiert und Entscheidungen getroffen? Klären Sie, welche Spielregeln es braucht und welche nicht.


"Ausnahmen sind nicht immer Bestätigung der alten Regel. Sie können auch Vorboten einer neuen Regel sein." - Marie von Ebner-Eschenbach


Tipp 7: Teamziele


In welcher Liga möchten wir als Team spielen? Champions-League oder 5. Liga? Wie wollen wir die Ziele erreichen? Teamziele sollten aus dem Team heraus selbst entwickelt werden, in kurzen Zeiträumen überprüft und erneuert werden und in direkter Ausrichtung zu den aktuellen Unternehmenszielen stehen. Die Teammitglieder identifizieren sich so stärker mit ihnen, als wenn sie vorgegeben werden. In den Zielen sind die Hauptaufgaben festzulegen, die zu dieser Erreichung nötig sind. Zudem ist eine Zeitschiene ist zu definieren, die festhält, wann die Aufgaben fertiggestellt sein müssen. Zu guter Letzt sind die Arbeitsvorgänge festzuhalten, wie die Aufgaben erreicht werden und wer verantwortlich ist. Um Ziele zu erreichen, braucht es eine klare Ordnung und Prioritäten müssen gesetzt werden. Wir müssen lernen, wichtige und unwichtige Dinge im Leben zu unterscheiden.


"Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel." - Friedrich Nietzsche



Tipp 8: Kultivieren Sie eine Gewinner-Mentalität


Es gibt nichts, was einen grösseren Einfluss auf den Werdegang eines einzelnen Menschen hat als unsere Einstellung. Gewinner haben einen anderen Mindset als der Durchschnitt. Sie haben eine positivere Einstellung zum Erfolg, mehr Spass, Motivation und Erfüllung bei der Arbeit. Sie glauben an sich und wollen mehr erreichen als der Durchschnitt. Sie haben Vertrauen in sich selbst und verschwenden ihre Zeit nicht mit Selbstzweifel oder angsterfüllten Gedanken an die Zukunft. Sie zeichnen sich durch hohe Leistungsbereitschaft und einen gemeinsamen Willen zum Erfolg aus. Sie sagen sich jeden Tag: Wir können das erreichen! Wir wollen es! Wir sind zuversichtlich, es wird gut gehen. Wir verdienen es, erfolgreich zu sein. Wir wissen, was wir zu tun haben.

"Die grösste Entdeckung unseres Jahrhunderts ist, dass Menschen ihr Leben verändern können, wenn sie ihre Einstellungen ändern." - Williams James


Tipp 9: Klares Rollenverständnis


Erfolgreiche Teams sind sich ihrer Zusammensetzung bewusst und verstehen, dass ein Team, welches aus ausgewogenen Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Stärken und Talenten besteht, am besten für den Erfolg ist. Ein Musiker in einem Orchester kann nur dann motiviert sein, wenn er die Rolle, die sein Instrument im Kontext eines Werkes spielt, durch und durch versteht. Teams bestehen typischerweise aus Menschen, die eine der folgenden Rollen einnehmen:



Teamrollen

Die richtige Mischung aus all diesen Rollen ist massgeblich für den Erfolg. Nicht immer ist es möglich, ein Team zu bilden, in dem alle neun Typen vertreten sind. Eine Person kann mehrere Typen in sich vereinen.


"Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind." - Henry Ford


Tipp 10: Teambildungsprozess


Die wichtigste Aufgabe eines Teamleiters ist es, die Gruppe durch die verschiedenen Entwicklungsstadien zu lotsen. Nach Tuckmann (1965) können insgesamt fünf Phasen der Entwicklung eines Teams unterschieden werden, die wie folgt gekennzeichnet sind:


  • Forming (Orientierungsphase): erstes Zusammentreffen und Kennenlernen der Teammitglieder untereinander

  • Storming (Konfrontations- und Konfliktphase): Unklarheiten über Rollen und Aufgaben, "Machtgerangel"

  • Norming (Organisationsphase): Festlegung von Regeln, Definition von Rollen

  • Performing (Leistungsphase): Ausführen der eigentlichen Arbeitsaufgabe

  • Adjourning: Auflösung des Teams (nur bei temporär bestehenden Teams)


Phasen Teamentwicklung


In den ersten 6 Monaten eines neuen Teams ist die Teambildung wichtig, geht es doch um das Kennenlernen der Teammitglieder und die Rollenklärung.

Die Teamentwicklung ist angebracht bei:

  • Unterschwelligen Konflikten

  • Konfrontation der Personen

  • Cliquenbildung

  • Mühsames Vorwärtskommen, man dreht sich immer im Kreis

  • Gefühl der Ausweglosigkeit

  • Mitarbeitende kündigen

  • Produktivität lässt nach

  • Umsatzrückgang, weit unter dem Branchendurchschnitt

  • Kundenreklamationen nehmen zu

  • Keine Innovation, oder Verbesserungsvorschläge

  • Die Hälfte der Mitarbeitenden kommen an keine ausserbetrieblichen Anlässe mehr

  • Egoistisches Verhalten der Teammitglieder

  • Kein Vertrauen in den Teamleitenden

  • Hohe Krankheitsabsenzen (Burnout, Mobbing usw.)

Eine erfolgreiche Teamentwicklung ist dann gegeben, wenn der Coach es schafft:

  • Das Team in die Entwicklungsverantwortung zu nehmen

  • zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Interventionen dem Team zum nächsten Entwicklungsschritt zu verhelfen

  • Das Team, den Prozess und die Auswirkungen transparent zu machen

Gerne begleite ich Sie auf dem Weg zum Dream Team: https://www.gerber-partner.ch/teamentwicklung

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